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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Grundbarbetrag/Taschengeld
01.06.2012 | 07:25
Hummel67

Liebes WegweiserDemenz-Team,
mir wurde netterweise mit meiner Frage zum Thema "Pflegewohngeld" ein Hinweis benannt, der mir nicht wirklich aus dem Kopf geht.
Hier wurde ein Grundbarbetrag (das sogenannte Taschengeld) in Höhe von aktuell 100,98 € sowie ein weiterer Selbstbehalt in Höhe von 50,-€ (Stand: 2008).
Ich würde gerne wissen, ob ich als Betreuungsbevollmächtige über den Betrag verfügen kann und dafür Kleidung usw. für meinen Vater zu kaufen. Oder gar wenn die Wäsche mit Namenszug bedruckt wird usw. Also alles Ausgaben, die noch zusätzlich für eine Pflege anfallen?
Ich wäre Ihnen dankbar, von Ihnen zu lesen und bedanke mich für Ihre immerzu tollen und hilfreichen und gar schnellen Antworten und Tips.
Beste Grüße
Humme67

01.06.2012 | 08:36
birgitspengemann

Sehr geehrte Hummel67,

bezieht ein Pflegeheimbewohner Sozialleistungen zur Finanzierung der Heimkosten, muss er sein gesamtes Einkommen zur Deckung der Kosten einsetzen und das Sozialamt übernimmt dann die restlichen Kosten.

Im Gesetz ist aber geregelt, dass dem Heimbewohner ein Grundbarbetrag, das sogenannte Taschengeld (aktuell 100,98 €), zu seiner Verfügung überlassen bleibt. Wofür das Geld ausgegeben wird, bleibt ihm bzw. seinem gesetzlichen Vertreter überlassen. Häufig verwaltet das Pflegeheim das "Taschengeld" und rechnet entweder monatlich oder vierteljährlich mit dem Bewohner oder seinem gesetzlichen Vertreter ab, beispielsweise Rechnungen für die mobile Fußpflege, den mobilen Friseur oder auch für kleine Einkäufe auf Wunsch des Bewohners.

Es gibt natürlich die Option, dass Sie als Bevollmächtigte das Geld verwalten. Der Betrag kann, nach Abzug der Heimkosten, auf dem Girokonto Ihres Vaters verbleiben und selbstbestimmt verbraucht werden.

Über die Auswirkng der Anrechnung des Selbsbehaltes von 50,-€ (Stand 2008) kann ich Ihnen leider keine Auskunft geben. Darüber habe ich keine Regelungen finden können. Aber auch hier möchte ich Sie auf das Informations- und Beratungsangebot der Pflegestützpunkte in Nordrhein-Westphalen aufmerksam machen. Dort werden Sie zu allen regionalen gesetzlichen Regelungen ganz sicher kompetenet und detailiert beraten.

Sie können dort auch erfahren, ob Ihr Vater Anspruch auf eine Bekleidungsbeihilfe vom Sozialamt hat, wenn er "Hilfe zur Pflege in stationären Einrichtungen" bezieht. Auch hier sind die Regelungen in den Beundesländern sehr unterschiedlich.

Mit freundlichem Gruß

Birgit Spengemann






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