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DAS WEBLOG

Nächstenliebe beginnt bei dir

Stix, Andrea am 12.05.2016, 15:38 | 0 Kommentare

Angehörige, die demenzerkrankte Menschen pflegen, haben eine große Verantwortung. In der Hoffnung, alle täglich anfallenden Arbeiten bewältigen zu können, merken sie oftmals gar nicht, dass die eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen. Dabei gehen sie über ihre eigenen Grenzen hinaus und finden keine Ruhe, um Energie zu tanken. Wie verschaffe ich mir Erholung, damit ich nicht selber krank werde?

Nächstenliebe beginnt bei dir

Du pflegst einen Angehörigen und keiner fragt dich nach deinen Bedürfnissen? Du denkst, Demenz ist eine Familienkrankheit und daher musst du alles alleine schaffen? Obwohl du liebevoll und geduldig sein willst, steigen manchmal Wut oder Panik in dir auf? Immer wieder mal gibt es Situationen oder Tage, wo du dich von deiner Umwelt im Stich gelassen fühlst?

Pflege und Begleitung von schwerkranken Angehörigen ist eine besondere Herausforderung, egal ob diese Personen in den eigenen vier Wänden oder im gemeinsamen Haushalt leben. Die enorme Belastung im Pflegealltag mit deiner Berufstätigkeit und deiner Familie in Einklang zu bringen, ist ein täglicher Balanceakt. Dabei kannst du leicht übersehen, dass du für dich und deine Bedürfnisse gar keine Zeit mehr hast.

Wie ist es nun möglich, die Stopptaste zu drücken und aus diesem Hamsterrad auszusteigen und trotz dieser Mehrfachbelastung noch Zeit für dich selbst zu finden?

Zunächst solltest du dir mal vor Augen halten, dass nur Angehörige, die selbst genügend Energie und Lebensfreude verspüren, eine Stütze für die erkrankten Menschen sein können. Deshalb ist es wichtig, immer wieder einmal inne zu halten, und dich ehrlich zu fragen: Wie fühle ich mich? Was brauche ich gerade? Wonach sehne ich mich? Was erfüllt mich mit Freude?

Gerade dann, wenn Sorgen und Stress den Pflegealltag trüben, solltest du gut für dich selbst sorgen. Ich zeige dir ein paar Energiequellen, die du immer wieder mal ganz einfach anwenden kannst:

  • Am Morgen oder bei Erschöpfung während des Tages kann dir folgende Atemübung neue Kraft bringen: mache es dir bequem, schließe deine Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Beim Einatmen denkst du an das Wort Kraft und beim Ausatmen lässt du Reste von Müdigkeit los. Mache ein paar Atemzüge bis du spürst, jetzt bist du wieder voll Energie.
  • Während du in der Dusche stehst und das Wasser über deinen Körper läuft, stellst du dir vor, dass helles warmes Sonnenlicht wie ein Lichtkegel über dich fließt. Diese Lichtdusche bewirkt, dass negative Energie wie Ärger oder Kränkungen von dir abfließen.
  • Wenn Sorgen oder Probleme dich belasten, dann schließe kurz die Augen und stelle dir vor, dass du in der Farbe orange badest, tauche ein paar Minuten in diese Farbe ein, bis du spürst, dass die Schwere von dir abfällt.
  • Mache dir jeden Morgen bewusst, worauf du dich an diesem Tag besonders freust. Das kann ein Telefonat mit der Freundin, ein kleiner Spaziergang, ein Stück Torte oder ein Friseurbesuch sein. Sobald du für dich etwas gefunden hast, versetze dich ganz in dieses Bild hinein, bis du die Freude in dir spürst.
  • Sei mutig und hole dir Unterstützung! Du musst nicht alles alleine schaffen. Hilfeangebote gibt es meist auch in deiner Nähe. Lache so oft du kannst, auch über dich. Lachen baut seelische Blockaden ab und steigert das Wohlbefinden. Menschen, die über sich selbst lachen können, sind zufriedener, belastungsfähiger und spontaner.


Mache dir jeden Abend bewusst, was du alles geschafft und bewältigt hast und gestehe dir zu, nicht perfekt sein zu müssen. Du hast heute dein Bestes gegeben und dafür darfst du dir auf die Schulter klopfen und dir selbst ein Lächeln schenken.

Informationen zur Autorin

Foto der Weblogautorin Andrea Stix
Foto: Andrea Stix

Andrea Stix, Dipl. Morbus-Alzheimer-Syndrom-Trainerin
Um in der jeweiligen Situation optimal agieren zu können, habe ich mich neben der Kernkompetenz einer Diplomierten Morbus Alzheimer Syndrom (M.A.S.) Trainerin noch zusätzlich mit Mentaltraining intensiv beschäftigt und kann daher als diplomierte Intuitions- und Bewusstseinstrainerin auch auf die Fragen und Herausforderungen der pflegenden Angehörigen eingehen.

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