Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen bieten Angehörigen die Möglichkeit sich mit anderen Menschen auszutauschen und ins Gespräch zu kommen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie man selbst. Viele Angehörige nutzen das Angebot, um über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen, aber auch um sich gegenseitig zu unterstützen und Tipps zu geben. Neben dem reinen Erfahrungsaustausch können auch bestimmte Schwerpunkthemen besprochen werden wie zum Beispiel die Leistungen der Pflegeversicherung, rechtliche oder medizinische Fragen. Wichtige Themen sind auch der Umgang mit der Erkrankung und Situationen, in denen Angehörige an ihre Grenzen stoßen. Zu diesen speziellen Aspekten werden in manchen Gruppen auch ab und zu Expert*innen eingeladen. Einige Gruppen richten sich an spezielle Zielgruppen wie Angehörige von Menschen mit einer frontotemporalen Demenz oder an jüngere Angehörige. Adressen von Angehörigengruppen können Sie über die örtlichen Pflegestützpunkte oder in Ihrer Kommune erfahren, zum Beispiel in den Selbsthilfekontaktstellen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Inzwischen gibt es auch virtuelle Selbsthilfegruppen. Das ist insbesondere für die Angehörigen hilfreich, die zeitlich hoch belastet sind oder in ländlichen Regionen leben, wo lange Wege bis zur nächsten Angehörigengruppe bestehen. Ein Austausch im geschützten Raum bietet zum Beispiel die App „in.kontakt“ des Vereins wir pflegen. Die App ist kostenlos und in den üblichen App-Stores für Smartphones und Tablets (Android ab Version 6 und Apple ab Version 10) erhältlich.

In-kontakt App – Online Selbsthilfe Initiative

Da Menschen mit Demenz heute oft in einem frühen Stadium der Demenz diagnostiziert werden, gibt es inzwischen auch Selbsthilfegruppen für Menschen mit beginnender Demenz. Diese werden allerdings professionell unterstützt, zum Beispiel von lokalen Alzheimer-Gesellschaften. Auch hier besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, manche Gruppen legen den Schwerpunkt auf gemeinsame Aktivitäten.

Eine Liste von Gruppen für diese Zielgruppe finden Sie hier.

Mit dem Alzheimer-Telefon für Betroffene und Angehörige unterstützt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft - gefördert durch das Bundesfamilienministerium - bundesweit Betroffene, deren Angehörige sowie das Fachpersonal. Die Beschäftigten beantworten Fragen zum Krankheitsbild von Alzheimer, zur Diagnose, zum Krankheitsverlauf, zur Therapie, zu Selbsthilfegruppen vor Ort und vielem mehr.

Geschulte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die Erfahrung mit Menschen mit Demenz und mit der Alzheimer-Krankheit haben, stehen Ratsuchenden Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 030 25937 9514 zur Verfügung.

Rotes Telefon mit aufgedruckter Rufnummer
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