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Weitere Demenzformen

Demenz ist ein Oberbegriff für mehr als 50 Krankheitsformen. Sie verlaufen unterschiedlich, führen jedoch alle langfristig zum zunehmenden Verlust der kognitiven Leistungsfähigkeit.

Die Ursachen für Demenzerkrankungen sind vielfältig.
Die meisten Demenzformen haben hirnorganische Ursachen (primäre Demenz), welche bisher nicht heilbar sind. Die sekundäre Demenz kann durch Medikamentenintoxikation, Vitaminmangel oder Schilddrüsenfehlfunktion ausgelöst werden und ist zum Teil heilbar. Die am häufigsten auftretende Form, einer primären Demenz, ist die Alzheimer-Krankheit gefolgt von der vaskulären Demenz.
Weil vor allem ältere Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen sind, ist im Volksmund häufig auch von Altersdemenz die Rede.

Vaskuläre Demenz

Die vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste Form der Demenz. Bei ungefähr jedem fünften Menschen der an Demenz erkrankt, liegt die Ursache in Durchblutungsstörungen. Durch kleinere Schlaganfälle kann die Durchblutung gestört werden und dadurch das Gewebe des Gehirns zerstört werden. Ihre Symptome ähneln denen der Alzheimer-Krankheit im Anfangsstadium, sie setzen jedoch oftmals früher und heftiger ein. Heilbar ist die vaskuläre Demenz nicht. Sie sollte aber möglichst früh behandelt werden.

Lewy-Körperchen-Demenz

Die Lewy-Körperchen-Demenz ähnelt nicht nur in den Symptomen, sondern auch in den Ursachen der Alzheimer-Krankheit. Den Untergang der Nervenzellen im Gehirn verursachen Eiweißablagerungen. Ein typisches Symptom der Lewy-Körperchen-Demenz sind Halluzinationen, die meist häufiger und früher auftreten als bei Alzheimer. Dagegen bleibt das Gedächtnis oftmals länger erhalten. Heilbar ist diese Demenzform nicht.

Frontotemporale Demenz

Bei der selteneren Form der Frontotemporalen Demenz oder Pick-Krankheit (Morbus Pick) treten anfangs ganz andere Demenzsymptome auf. Die Persönlichkeit der Betroffenen verändert sich, sie sind leicht reizbar und benehmen sich seltsam. Viele Betroffene verhalten sich auffällig und unsozial, während ihr Gedächtnis weitgehend erhalten bleibt. Das kann es für Angehörige besonders schwer machen, zu akzeptieren, dass eine Demenz Ursache für die Verhaltensänderungen sind. Die Ursache: Bei der Frontotemporalen Demenz sind zuerst die Hirnregionen betroffen, die das soziale Verhalten steuern. Aufgrund der Symptomatik wird diese Erkrankung häufig mit anderen psychischen Störungen verwechselt. Heilbar ist diese Krankheit nicht.

Wernicke-Korsakow-Syndrom

Das Wernicke-Korsakow-Syndrom gehört zu den sekundären Demenzerkrankungen. Eine Sekundäre Demenz kann durch Depressionen, Medikamente, Alkoholsucht, Schilddrüsenerkrankungen oder eine Vitamin-Unterversorgung ausgelöst werden. Im Gegensatz zu Alzheimer und vielen anderen primären Demenzerkrankungen können sekundäre Demenzen mitunter geheilt werden, wenn die zugrunde liegende Erkrankung früh genug behandelt wird.

Altersdemenz

Je älter ein Mensch wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung. In diesem Zusammenhang wird mitunter von "Altersdemenz" gesprochen. Dass man mit zunehmenden Altern langsamer wird und ab und an etwas vergisst, ist normal. Wer jedoch bemerkt, dass er immer vergesslicher wird, sollte dies mit einem Arzt besprechen.