Birgit Spengemann

Gut vorbereitet für den Notfall: Dokumentenmappe und Notfalldose

 

Eine ältere Dame unterschreibt einen Vertrag.
© RichLegg

In einem Notfall, sei es aus medizinischen Gründen oder im Katastrophenfall, müssen wichtige Informationen und Dokumente sofort griffbereit sein. Oft sind die relevanten Unterlagen in verschiedenen Ordnern und an verschiedenen Orten in der Wohnung abgelegt, sodass in großer Eile und Aufregung nicht alles direkt gefunden wird. Bei Menschen mit Demenz kommt hinzu, dass häufig die Ordnung aus früheren Jahren verlorengegangen ist und alle Papiere verstreut oder versteckt in Schränken lagern. 

Die Dokumentenmappe: was sollte sie enthalten?

Grundsätzlich wird empfohlen, wichtige Dokumente wie zum Beispiel

  • Geburts- und Heiratsurkunden (im Original)

und in Kopie:

  • Pässe und Personalausweise 

  • Testament, Patientenverfügung und Vollmacht

  • Grundbuchauszüge

  • Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen

  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide

in einem Ordner zusammenzufassen und dort zu deponieren, wo er schnell erreichbar ist. 

Weitere Informationen und Hinweise finden Sie auf der Internetseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Angehörige oder gesetzliche Vertreter von Menschen mit Demenz sollten beim Anlegen eines Notfall- beziehungsweise Vorsorgeordners für die betroffene Person unterstützend tätig sein und möglichst einen weiteren Ordner mit Kopien bei sich zu Hause aufbewahren.

Was gehört in eine Notfalldose oder -mappe?

Für einen medizinischen Notfall ist es auch sinnvoll, eine Notfalldose bereitzuhalten. Die Notfalldosen haben die Größe einer Tablettenschachtel, sind in Apotheken erhältlich und werden idealerweise im Kühlschrank aufbewahrt (dort schauen Notfallmediziner routinemäßig nach Medikamenten). 

Sie enthalten alle Informationen über:

  • (chronische) Erkrankungen

  • aktueller Medikamentenplan

  • Unverträglichkeiten

  • Hinweise zu den Kontaktpersonen 

Menschen mit Demenz sollten die Dose im Kühlschrank von Lebensmitteln unterscheiden können. Alternativ sollte sie außerhalb der Reichweite der betroffenen Person platziert werden.

Menschen mit Demenz mit Pflege- und Hilfebedarf können ergänzend einen Fragebogen über ihre Gewohnheiten und Bedürfnisse ausfüllen und vorhalten. Einen solchen Fragebogen finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Alzheimergesellschaft (PDF-Dokument). Über die Antworten erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus wertvolle Informationen über die neue Patientin oder den neuen Patienten. 

Aber Achtung: alle Angaben sollten jederzeit auf dem aktuellen Stand sein. Es empfiehlt sich, die Dokumente regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf umgehend anzupassen.

Nähere Informationen über den Aufenthalt im Krankenhaus finden Sie im Wegweiser Demenz: Aufnahme im Krankenhaus

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